Vorsicht Schwarzmarkt

Häufig werden Karten für übermäßig nachgefragte Veranstaltungen von Schwarzhändlern aufgekauft und dann abseits regulärer Vertriebswege überteuert zum Kauf angeboten

Kartenkäufer gehen dabei nicht nur ein zusätzliches finanzielles Risiko ein. Selbst dann, wenn es sich um Originalkarten handelt, kann es sein, dass der Veranstalter den gewerblichen Wiederverkauf rechtsverbindlich untersagt hat. In solchen Fällen ist der Veranstalter berechtigt, die Gültigkeit solcher Karten aufzuheben – mit der Folge, dass dem Karteninhaber der Zutritt zur Veranstaltung verwehrt wird.

Sein Schadenersatz-Anspruch gegen den Schwarzhändler ist anschließend nur selten durchsetzbar. Zur Vermeidung sogenannter ungerechtfertigter Bereicherung darf der Veranstalter die Rücknahme für ungültig erklärter Eintrittskarten zwar nicht grundsätzlich verweigern, darf jedoch vom regulären Kartenpreis Verwaltungskosten in bis zu zweistelliger Höhe abziehen.

Die Rückendung der Eintrittskarten erfolgt auf Risiko des Karteninhabers, der somit faktisch zur persönlichen Rückabwicklung am Sitz des Veranstalters gezwungen ist, da auch ein Rückversand per Einschreiben kein gerichtsfester Nachweis ist.